Goldjunge

Ja, es gab Zeiten ohne Sushi.

Fast unvorstellbar eigentlich. An jede Ecke gibt es doch mittlerweile Sushi. Doch noch in den 80er Jahren war das Gericht mit rohem Fisch und  gesäuertem Reis in Europa höchst exotisch. Nur die Mutigsten wagten den Verzehr.

In Köln gibt es seit 1988 Sushi. Und die Liebe ist der Grund dafür…

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Die Liebe hat den Anfangs der 80er in Köln arbeitenden Japaner Takusaburo Arakawa und seine spätere Frau Hedwig, eine Kölnerin, zusammengebracht. Frisch verheiratet gingen die beiden wieder in das Land der aufgehenden Sonne.

Doch das Heimweh war zu gross. Und so kehrten die beiden zurück nach Köln und eröffneten die beiden das Restaurant Kintaro – japanisch für „Goldjunge“.

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Soviel zur Geschichte,  zurück zur Gegenwart. Wir haben das Kinato kürzlich an einem Samstagmittag besucht. Unauffällig ist das Restaurant in der Friesenstrasse von aussen, hell und freundlich von innen. Und für warme Tage gib es einen schönen Garten im Innenhof.

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Auf dem Tisch eine Anleitung mit den Do’s und Don’ts beim Sushi-Essen. 1988 war das wohl noch wichtig, lächeln wir. Wahrscheinlich haben die Leute da die Sushi da noch mit dem Stäbchen aufgespiesst.

Doch halt – hier werden mal ein paar Sachen erklärt, die auch 2014 nicht immer bekannt und selbstverständlich sind. Sowohl die Zubereitung der Sushi als auch die Art ihres Verzehrs sind ja nun schon recht europäisiert. Und so wird allerorts fleissig Wasabi in der Sojasauce verrührt und dann die „Reisseite“ des Sushi eingetaucht. So würden das Japaner nicht unbedingt handhaben – siehe auch die Erklärungen.

Nach dem Studium der Karte haben wir das Lunch-Menü Furano gewählt. Zunächst erhalten wir zwei kleine Schälchen; einmal mit Salat, einmal mit gekochtem Gemüse – ein netter Einstieg!

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Danach folgt die Lunchbox mit Sashimi, Sushi, Tempura und gegrilltem Fisch. Sushi und Sashimi sind von guter Qualität und Zubereitung, das Tempura sehr gelungen. die gegrillte Garnele ist eher fester und geschmacklich intensiv.

Dazu werden eine vorzügliche Miso-Suppe, Reis und Sojasauce gereicht.

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Den süssen Abschluss des Menüs bildet dann ein Mattcha-Eis.

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Wir haben unseren Lunch genossen! Klassische japanische Küche ohne allzu grosse „Europäisierung“ und Experimente, sondern mit guten Produkten und Perfektion in der Zubereitung. Und das ganze in sehr sympathischer Atmosphäre! Auch nach über 25 Jahren lohnt sich ein Besuch beim „Goldjungen“.

4 – Gerne wieder 

(1 – sicher nicht wieder, 2 – kaum wieder, 3 – wenn es sich ergibt wieder, 4 – gerne wieder, 5 – unbedingt wieder)

 

Restaurant Kintaro

Friesenstrassee 16

D-50670 Köln

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